[R...] Posted Tuesday at 08:04 AM Share Posted Tuesday at 08:04 AM Hallo Experten, gibt es in der ISO/GPS irgendwo vermerkt, wie eine Positionstoleranz auszuwerten ist und welche Messstrategien erlaubt sind, wenn alle Toleranzen voll ausgenutzt werden? Konkretes Beispiel: Wir haben eine große Streichholzschachtel mit den Abmessungen 400 mm Breite, 2000 mm Länge und 20 mm Dicke. An den Stirnseiten gibt es Bohrungen mit einer Positionstoleranz Ø 0,2 ABC. Dabei ist A die Bezugsfläche und hat eine Ebenheitstoleranz von 0,8. Link to comment Share on other sites More sharing options...
[na...] Posted Tuesday at 08:43 AM Share Posted Tuesday at 08:43 AM Please sign in to view this quote. If you are asking about how many point should be collected for every tolerated feature, some VDI/VDE standards are saying at least 2/3 of feature. I don't know the exact number of standard, but would be happy if anyone shares. ISO on the other hand is saying all points in all cross sections. But I don't which number by hearth. Link to comment Share on other sites More sharing options...
[R...] Posted Tuesday at 08:48 AM Author Share Posted Tuesday at 08:48 AM (edited) Da die Ebenheitstoleranz größer als die Positionstoleranz ist, bedeutet dies: Wenn die Ebenheitstoleranz von 0,8 mm voll ausgeschöpft wird, kann die Positionstoleranz von Ø 0,2 mm nicht eingehalten werden. Edited Tuesday at 08:53 AM Link to comment Share on other sites More sharing options...
[na...] Posted Tuesday at 09:17 AM Share Posted Tuesday at 09:17 AM Please sign in to view this quote. Eh, sorry I missunderstood. Datum feature A and datum A are not the same thing. Datum A is a flat plane fitted on the outside of the feature, but the feature itself has to be inside 0,8 mm of form deviation. Papers -> ISO 5459 - datums, ISO 1101 - form, location, ... Link to comment Share on other sites More sharing options...
[R...] Posted Tuesday at 11:57 AM Author Share Posted Tuesday at 11:57 AM Etwas ausführlicher ich habe eine Frage zur Auswertung von Positionstoleranzen nach ISO/GPS, insbesondere in Fällen, wenn die Bezugsflächen selbst eine größere Toleranz besitzen. Beispiel: Wir betrachten eine große Streichholzschachtel mit den Abmessungen 400 mm Breite, 2000 mm Länge und 20 mm Dicke. An den Stirnseiten befinden sich Bohrungen mit einer Positionsangabe Ø 0,2 mm ABC, wobei A die Bezugsfläche ist. Die Bezugsfläche A hat eine Ebenheitstoleranz von 0,8 mm auf. Problem: Die Ebenheitstoleranz der Bezugsfläche ist größer als die Positionsangabe der Bohrung. Das bedeutet, dass wenn die Ebenheit der Bezugsfläche voll ausgeschöpft wird, die Positionstoleranz der Bohrung rechnerisch niemals eingehalten werden kann. Beispiel zur Verdeutlichung: Angenommen, die Ebenheit der Bezugsfläche beträgt 0,5 mm, während die Positionsangabe der Bohrung Ø 0,2 mm ist. Aufgrund der maximal zulässigen Abweichung der Bezugsfläche kann die Bohrung nicht innerhalb der vorgegebenen Positionszone liegen. Frage: Wie wird in ISO/GPS geregelt, wie Positionstoleranzen auszuwerten sind, wenn die Bezugsflächen-Toleranzen(Ebenheit) größer sind als die Ø Positionsangabe selbst? Welche Messstrategien sind zulässig, um die Situation korrekt zu bewerten, insbesondere wenn alle Toleranzen voll ausgenutzt werden? Link to comment Share on other sites More sharing options...
[Je...] Posted Tuesday at 12:09 PM Share Posted Tuesday at 12:09 PM R S.2.0: na_vor hat Recht: die Ebenheit der Bezugsflächen ist (theoretisch) irrelevant, weil laut ISO 5459 äußere Tangentialelemente (wie z.B. Hüll, Pferch oder eben äußere Tangentialebenen) für die Bezugsbildung verwendet werden. Dies sind im Grunde "Auflageebenen", sprich damit wird das Auflegen auf eine absolut ebene Fläche simuliert. Die Ebenheit der Fläche hat somit theoretisch keinen direkten Einfluss auf die Lage der Bezugsebene. Allerdings hast du insofern Recht, als dass du sehr viele Punkte aufnehmen musst (sprich: praktisch die gesamte Ebene), um bei einer schlechten Ebenheit auf ein realitätsnahes Ergebnis zu kommen, was taktil eine Herausforderung ist. 1 Link to comment Share on other sites More sharing options...
[R...] Posted Tuesday at 01:19 PM Author Share Posted Tuesday at 01:19 PM (edited) Aus normativer Sicht ist die tatsächliche Geometrie der Bezugsfläche zwingend zu berücksichtigen und kann nicht unabhängig von der Auswertemethode betrachtet werden. Die Form der Bezugsfläche,unabhängig davon, ob sie konkav, konvex oder verwunden ist ,beeinflusst unmittelbar die resultierende Lage des Bezugskoordinatensystems. Im vorliegenden Beispiel weist die Bezugsfläche A eine Ist-Ebenheit von 0,5 mm auf. Damit wird das Bezugssystem entsprechend der ISO-GPS-Regeln (z. B. ISO 5459) durch ein assoziiertes Bezugselement bestimmt, das innerhalb dieser Ebenheitstoleranz liegt. Infolge dieser zulässigen Formabweichung ergibt sich zwangsläufig eine Verschiebung bzw. Verkippung des Bezugssystems. Bei einer Positionsangabe Ø 0,2 mm ABC in dem Falle CAB entspricht dies einer maximal zulässigen Abweichung von lediglich 0,071 mm pro Achse (z. B. in der ZX-Ebene). Aufgrund der Formabweichung der Bezugsfläche ist es damit rechnerisch unvermeidbar, dass das Ist-Maß der Bohrungsposition in Z-Richtung außerhalb der Positionszone liegt, obwohl sowohl die Ebenheit der Bezugsfläche als auch die Position der Bohrung für sich genommen normkonform gefertigt sein können. Dies zeigt, dass bei vollständig ausgeschöpften Toleranzen eine kollisionsfreie Einhaltung der Positionsangabe nicht möglich ist. Die Formtoleranz der Bezugsfläche und die Positionsangabe der Bohrung stehen somit in einem funktionalen Widerspruch, der bei der Toleranzfestlegung und der Messstrategie zwingend berücksichtigt werden muss. Oder liege ich hier falsch? Edited Tuesday at 01:26 PM Link to comment Share on other sites More sharing options...
[na...] Posted Tuesday at 02:46 PM Share Posted Tuesday at 02:46 PM Please sign in to view this quote. Check BeSt Toleranzmanagement, he shows similar stuff -> https://youtu.be/lnrR2tqOAco?t=68 Also check his other videos, he presents really nice. You might have ASME standard in place, but anyway DRF |C|A|B| doesn't make sense. Datum A should lock any degrees of freedom left from C, but there are none if I'm reading correctly. Link to comment Share on other sites More sharing options...
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